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Verrückte Jungs am Marktplatz

Die Band The Les Clöchards ist ein Hauptact beim Grünberger Folk-Festival. Welche Art Show sie bietet und wer sonst noch dabei ist, verrät Mitorganisatorin Johanna Lang.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Für die 20. Auflage von »Grünberg Folk« machen sich die Musikfreunde in der Ostkreiskommune bereits jetzt Gedanken, ein größeres Event ist geplant. Mehr aber mochte und konnte Johanna Lang, im Rathaus zuständig für Tourismus, Stadtmarketing und Veranstaltungsmanagement, nicht verraten. Es ist ja auch noch etwas hin bis zum unrunden Jubiläum 2018. Anders verhält es sich beim diesjährigen Festival, das wie gewohnt am zweiten Augustwochenende, 12./13. August, steigen wird. Wie Lang auf Anfrage dieser Zeitung sagte, sind die meisten Konzertverträge bereits samt Unterschrift zurück, ist das Programm »unter Dach und Fach«.

Neun Bands auf vier Bühnen

Bei »Grünberg Folk« geht es – nicht nur, aber vor allem – um die Musik. Neun Gruppen werden auf den Open-Air-Bühnen am Marktplatz und Diebsturm sowie im Barfüßerkloster und in der Hospitalkirche ihre Visitenkarten abgeben. Am bewährten und vom Publikum gewürdigten Konzept wird auch 2017 festgehalten: Geboten wird ein Mix aus diversen Spielarten des Folk, der Gang von Bühne zu Bühne beschert daher immer neue Hörerlebnisse.

Dass die Grünberger den Folk-Begriff nicht so eng fassen, zeigt sich beim Headliner: Die Showband The Les Clöchards gibt neu arrangierte Rock-Klassiker zum Besten. Das Original ist da nicht immer und schon gar nicht jetzt auf gleich zu erkennen: Aus dem Motörhead-Hit »Ace of Spades« nämlich wird ein karibischer Partyreggae, aus Metallicas »Nothing Else Matters« ein Country-Song, während Madonnas »Like a Virgin« als Blues daherkommt.

Am Samstagabend wollen die »fünf teilzeitarbeitslosen Landstreicher« (Les Clöchards über Les Clöchards) Grünbergs Marktplatz in Wallung bringen.

Verrückt und chaotisch

In Edinburgh sollen sie es bereits geschafft haben: »It is mad, utterly spellbinding, a superior kind of chaos« – geradezu überschwänglich lobte das Fachblatt »Broadway Baby« die verrückt-chaotische Band nach ihrem Konzert beim Fringe-Festival. Die Show der Pfälzer Jungs, garniert mit witzigen Texten, dürfte auch das hiesige Publikum fesseln.

Insgesamt werden am 12. und 13. August neun Combos aufspielen. Ergebnis der ausgiebigen Hörproben des Musikausschusses um Karl Horst Hausmann. Der gehört »seit Urzeiten« zum ehrenamtlichen Organisations-Komitee, das das Festival in Kooperation mit der Stadt auf die Beine stellt.

Mundart und mehr

Mit dabei sind diesmal die Singer/Songwriterin Fee, Wait für June (Indie-Folk-Pop), Großstadt Boazn (Wirtshausmusik aus Bayern), De Lusejungen (»unlimited Folk Music«), Amarank (Irish Folk), Aconcagua (Salsa/Brazil/Latinjazz), Meelstaar (Mundart, Lieder von Fäägmeel) und Mykket Morton (»irgendwo zwischen Indie, Folk, Pop und Rock«). Die Songs der gebürtigen Marburgerin Fee werden in der Hospitalkirche erklingen, die Meelstaa (Mühlsteine) als musikalische Erben der legendären Band Fäägmeel spielen im Barfüßerkloster.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, wird der Sonntag mit einem Folk-Gottesdienst auf dem Marktplatz eröffnet (Beginn 11 Uhr). Umrahmt wird die von Pfarrer Walldorf geleitete Feier von der Band Sweet Horizon. Zum Rahmenprogramm am zweiten Festivaltag gehören wieder Spielangebote für Kinder sowie ein Bauern- und Landmarkt mit regionalen Anbietern.

Eintrittspreise unverändert

Alles beim Alten heißt es auch in Sachen Eintritt: 10 Euro kostet das Ticket am Samstag (ermäßigt 6), jenes am Sonntag 5 Euro (3), das

Kombiticket 13 Euro (9 Euro). Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre frei.

Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung, Thomas Brückner, 28. April 2017


Aconcagua

Freunde südamerikanischer Musik und schweißtreibender Salsa-Partys dürfen sich schon auf den Folksonntag am 13. August freuen. Die siebenköpfige Gruppe aus dem Landkreis Gießen mischen den Marktplatz mit ihren lateinamerikanischen Rhythmen auf. Lassen Sie sich vom Salsa, Brazil, Latingroovejazzder Vollblutmusiker mitreißen.

PM Folk-Komitee


Wait For June im August auf dem Grünberg Folk

Mit WAIT FOR JUNE startet das 19. Grünberg Folk am Samstag in den sommerlichen Festivalabend. Die vier Musiker aus Mittelhessen bringen ihre eigenen Songs mit: eine authentische Musik, die es schafft Gegensätze zu vereinen. Ruhige wie auch temporeiche Songs, nachdenkliche ebenso wie hoffnungsvolle Lieder gehören zu ihrem Repertoire. Dabei harmonieren die markante Stimme und das erdige Gitarrenspiel eindrucksvoll mit warmen Klavier- und leisen Glockenspieltönen. Freuen Sie sich auf durchdringende Rhythmen der jungen Künstler.

PM Folk-Komitee


FEE verzaubert zum Grünberg Folk

Ein besonderes Schmankerln gibt es auch dieses Jahr am Samstagabend des Grünberg Folk in der Hospitalkirche. Die Frankfurter Singer-Songwriterin FEE bringt mit ihrer schwarzen Akustik-Gitarre und ihrer betörend selbstbewussten, sanften Stimme besinnliche wie auch lebendige Musik auf die Bühne.

Als Singer- Songwriterin hat Fee schon Großes in der Musikindustrie erlebt. Große Bühnen bespielt: Auftritte mit The Hives, Culcha Candela, Nena, Wir sind Helden gehörten dazu. Doch dem Druck, den neuen, großen Hit zu schreiben, dabei dem Massengeschmack zu gehorchen, passt so gar nicht zur Persönlichkeit und Authentizität der jungen Künstlerin. Als Konsequenz daraus stieg sie aus und kehrte dazu zurück, alleine mit der Akustik-Gitarre zu Hause Songs zu schreiben. Heraus kommt dabei Straßenmusik, Wohnzimmerkonzerte mit melancholisch und eigenwilligen, tiefen schönen Liedern. Die junge Singer-Songwriterin aus Frankfurt am Main erzählt von der Suche nach dem richtigen Platz im Leben, nach Haltungen zur Welt, und von Liebe und Selbstbehauptung. Momentaufnahmen nennt sie ihre Texte.

Ihr Erfolg als Solokünstlerin gibt ihr Recht: Siegerin des Nachwuchs-Act bei Women oft the World 2015, Support bei Katie Melua, über 150 Konzerte in den letzten zwei Jahren. Dem heimischen Publikum ist sie durch ihren Auftritt in Laubach und bei den Licher Kulturtagen bekannt.

PM Folk-Komitee


MEELSTAA bringt hessische Mundart nach Grünberg

Ganz im Zeichen der Mundart steht der Auftritt von MEELSTAA, die die Lieder von Fäägmeel auf die Bühne im Barfüßerkloster bringen. Denn was wäre Grünberg Folk ohne regionale Beiträge. Meelstaa’s Mitmachstücke „Willi irn sein Bulldog“ und die „Rure Roiwe Robb Maschin“ begeistern das Publikum immer wieder aufs Neue.

„Meelstaa“ will das Erbe von „Fäägmeel“ erhalten, die im Jahr 2005 ihr letztes Konzert auf dem Gießener Schiffenberg hatten. Genau wie diese, will Meelstaa den mittelhessischen Dialekt wieder salonfähig machen und erhalten. Zum Repertoire der Gruppe gehört Besinnliches, Ernstes, Heiteres und Lustiges ohne in Klamauk abzurutschen. Ein Highlight sind die Ankündigungen der Lieder. Hier spielt sich die Band geschickt die Bälle zu und überzeugt mit viel Wortwitz.

PM Folk-Komitee


Celtic Irish Folk Musik am 12. August in Grünberg

Kein Folkfestival ohne Irish Folk: Mit heiteren Melodien und frechen Songs eröffnet die Celtic Irish Folk Band Amarank die Diebsturmbühne am Folksamstag. Amarank spielt Songs von der grünen Insel, eine Musik aus den Urzeiten der Kelten, die die Zuhörer beschwingt mitnimmt. Akustische Instrumente wie Fiddle, Cajon und Tinwhistle zeichnen die Songs der drei Musiker aus Hanau aus.

PM Folk-Komitee


Dracula goes Grünberg Folk am 13. August in Grünberg

Transsilvanischer Celtic Folk-Punk-Rock – das klingt spannend … und ist es auch. 2011 in Siebenbürgen (Rumänien) gegründet, wählte die Formation einen Stil der Musik, der bis dahin in Rumänien unbekannt war, sie waren die erste Band, die den so genannten keltischen / irischen Punkrock spielte. Ihre Lieder übermitteln das einzigartige Gefühl des keltischen und irischen Lebensstils und die Atmosphäre eines irischen Pubs. Die Mehrheit der Songs ist fröhlich und leicht zu verdauen. Klassische Songs werden mit eigenen Songs der Bands ergänzt, dies sich vor allem auf Einfachheit und Dynamik konzentrieren. Zusammenfassend lässt sich sagen: Fröhliche Lieder + Beer + Party = Selfish Murphy.

PM Folk-Komitee


Mykket Morton am 13. August in Grünberg

Zwischen Singer-Songwriter Tradition und dem Einfluss des Potpourris moderner Genres, im Zentrum immer Gesang, Gitarre, Cello: Mykket Morton erinnern an das britische Folk Revival der letzten Jahre und stehen den großen Namen dabei in nichts nach… Irgendwo zwischen Indie, Folk, Pop und Rock haben sie ihre Nische gefunden, aus der heraus sie nun Ohrwürmer schreiben… Andererseits ist die Musik von Mykket Morton aber auch in mancher Hinsicht gegen den Strich gebürstet, so dass sie originell und abwechslungsreich bleibt.

PM Folk-Komitee


Bayerisch Pub am 12. August in Grünberg

„Eine Boazn ist ein Trinklokal in einem kleinen Raum mit einer Bar, maximal fünf Barhockern und mindestens vier Bierdimpfeln.“
In solchen Lokalitäten fühlen sich die drei Musikanten der Großstadt Boazn besonders wohl. Gegensätze können hier ungehindert aufeinandertreffen und werden unverhofft zu Attraktionen: Weltstadt trifft auf Dorf, Oberbayer auf Niederbayer, Ziach auf Sax, (derber) Charme auf Scham, Bier auf Pina Colada, Ernst auf Ironie …
Und genau so klingt die Großstadt Boazn. Birgit Tomys bläst unermüdlich penetrante Basslinien durch ihr Baritonsaxofon. Berni Filser spendiert neben seinem knackigen Gitarrensound süffisante Kommentierungen und ewige Partylaune. Auf dieses unverwüstliche Fundament setzt Matthias Pürner seine extravaganten und bewundernswert filigranen Ziachkompositionen.

PM Folk-Komitee